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Analyse der Wettkampfeigenschaften

von Andreas Weitzel

  1. Aktivität: Anzahl der Angriffe eines Samboka pro Minute.

           N

Akt = -------   

            t

wobei      N = n + n1

               N = Gesamtanzahl der Angriffe und Angriffsversuche

                n = Anzahl der bewerteten Angriffe

                n1 = Anzahl der unbewerteten Angriffe

                t = Kampfzeit in Minuten

Beispiel 1 (Kampfbewertung):

Im Verlauf eines Kampfes gelingt es einem Samboka, 3 Angriffe (n) erfolgreich durchzuführen und 7 aktive Angriffsversuche (n1) zu unternehmen. Die Kampfzeit beträgt 5 Minuten (t).

Die Aktivität des Samboka wird wie folgt ausgerechnet:

          3+7      10

Akt = -------- = ------- = 2 (Angriffe pro Minute)

            5          5 

Das heißt, dass der Samboka durchschnittlich alle 30 Sekunden einen neuen Angriff unternimmt und recht aktiv ist.

Beispiel 2 (Turnierbewertung):

Im Verlauf eines Turniers führt ein Samboka 5 Kämpfe durch, von denen zwei vorzeitig beendet werden. Seine Gesamtkampfzeit beträgt 19 Minuten und 15 Sekunden (also 19,25 Minuten). Es gibt 10 bewertete und 32 unbewertete Angriffe.

          10+32         42

Akt = ------------ = ------------ = 2,18 (Angriffe pro Minute)

           19,25        19,25

Ein guter Samboka sollte einen Aktivitätswert von 3 Angriffen pro Minute (also durchschnittlich alle 20 Sekunden) anstreben.

  1. Zuverlässigkeit: Effektivität der Angriffe eines Samboka.

        n

Z = -------- x 100 (%)

        N

Analysieren wir doch die oberen zwei Beispiele auf die Zuverlässigkeit der Angriffe.

Beispiel 1:

        3                        3

Z = ------- x 100 % = --------- x 100 % = 0,3 x 100 % = 30 %

       3+7                    10

Das bedeutet, dass nur 3 von 10 Angriffe des Samboka ihr Ziel erreichen und von Kampfrichtern bewertet werden.

Beispiel 2:

           10                       10

Z = ------------ x 100 % = --------- x 100 % = 0,24 x 100 % = 24 %

       10 +32                     42

Dieser Wert zeigt uns, dass nur 2 bis 3 von 10 Angriffen des Sambokas erfolgreich sind.

Ein guter Samboka sollte auf jeden Fall einen Zuverlässigkeitswert von 50 % anstreben, was bedeuten würde, dass 5 von 10 Angriffe (also durchschnittlich jeder zweite Angriff) ihr Ziel erreichen und von Kampfrichtern bewertet werden.

  1. Ergiebigkeit: Qualitätswert oder Durchschnittsbewertung der Angriffe eines Samboka.

Im Sambo werden erfolgreiche Angriffe mit 1, 2, und 4 Punkten bewertet. Dazu gibt es noch die „Aktivitätswertung“ (A), die wir mit 0,5 Punkte bewerten, und den Sieg durch Wurf oder Hebel, den wir mit 8 Punkte bewerten.

 

       (0,5 x pA) + (1 x p1) + (2 x p2) + (4 x p4) + (8 x p8)

E = ---------------------------------------------------------------------------

                                               n

wobei     pA = Anzahl der Aktivitätswertungen

               p1 = Anzahl der Wertungen von 1 Punkt

               p2 = Anzahl der Wertungen von 2 Punkten

               p4 = Anzahl der Wertungen von 4 Punkten

               p8 = Anzahl der Siegwertungen

Beispiel:

Im Verlauf eines Turniers gewann ein Samboka zwei Kämpfe durch Hebeltechniken (p8) und bekam außerdem 3 mal 4 Punkte (p4), 5 mal 2 Punkte (p2), 2 mal 1 Punkt (p1) und 1 mal die Aktivitätswertung (pA).

       0,5 x 1 + 1 x 2 + 2 x 5 + 4 x 3 + 8 x 2      0,5 + 2 + 10 + 12 + 16       40,5

E = ---------------------------------------------------------- = ------------------------------------ = --------- = 3,1

                                    13                                              13                     13

Wir empfehlen auch die Ergiebigkeit im Stand- und im Bodenkampf getrennt auszurechnen.

Ein guter Samboka sollte im Standkampf einen Durchschnittswert von über 3,5 Punkten anstreben. Der Durchschnittswert im Bodenkampf sollte sich dem Wert von 8 Punkten nähern.

  1. Zuverlässigkeit der Verteidigung:

.........

09.08.2003, Deutschland


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